HÖHLENWELT BLAUTOPF
Neue Wege ins kalte Herz der Alb
2010, 30 Min., XD-Cam, 16:9
Buch und Regie: Claus Hanischdörfer
Kamera: Hubert Ersinger, Andreas Kücha, Tobias Schmidt, Archiv
Schnitt: Verena Zenzen
Ton: Dirk Rohde
Redaktion: Felicitas Wehnert
Produktion: SWR Stuttgart

<zurück>


Bisherige Ausstrahlung: SWR, ARDdigital

<AUSSCHNITT>

INHALT

Im April 2010 ist es in Blaubeuren endlich soweit. Höhlenforscher haben darauf schon seit Jahrzehnten sehnsüchtig gewartet: der trockene Zugang in den legendären Mörikedom. Der Blautopf in Blaubeuren ist seit jeher ein mythischer Ort der Sagen und Legenden. Seit Jahrzehnten haben Höhlentaucher versucht in das darunter liegende Höhlensystem vorzudringen. Erst 1985 erreicht der Tauchpionier Jochen Hasenmayer nach einem mehrstündigen Tauchgang den Mörikedom. Im neuen Jahrtausend entdeckt die „Arbeitsgemeinschaft Blautopf“ neue Gänge und faszinierende Tropfsteinformationen. Mittlerweile ist die Blauhöhle die längste, vermessene Höhle der Schwäbischen Alb. Bisher aber blieb sie nur einem ausgewählten Kreis von mutigen Höhlentauchern vorbehalten - bis jetzt!
Der Film erzählt die Geschichte der Blautopf-Höhlenexpeditionen und ist dabei als die ersten Menschen in der Geschichte der Blautopf-Forschung trockenen Fußes den Mörikedom erreichen. Vielleicht der erste Schritt für eine Schauhöhle am Blautopf - der Mythos bald für jedermann?

.

PRODUKTIONSNOTIZEN
Mein zweiter Film über den Blautopf und seine Höhlen. Doch im Gegensatz zum ersten Film, "Mythos Blautopf", konnte ich dieses Mal den Großteil der Dreharbeiten auch in den Höhlen selbst begleiten. Noch vor knapp vier Jahren, als ich an "Mythos Blautopf" gearbeitet habe, hätte ich nicht geglaubt, selbst eines Tages im Mörikedom zu stehen - trotz der stressigen Dreharbeiten, war es ein sehr bewegender Moment in dieser legendären, von Jochen Hasenmayer entdeckten, Höhlenhalle zu stehen.
Auch in der angrenzenden Vetterhöhle bin ich dieses Mal selbst gewesen - trotz "claus"strophobischen Anwandlungen, habe ich mich durch Engstellen gezwängt und wurde mit atemberaubenden Unterwelten belohnt.
Das beeindruckendste Filmmaterial allerdings stammt wieder einmal von Andy Kücha, und zwar aus Bereichen der Höhle, die auch in Zukunft nur den Forschern vorenthalten bleiben, auch wenn sich die Stadt Blaubeuren für den Bau einer Schauhöhle entscheiden sollte. Meine Meinung zum Bau einer Schauhöhle ist ambivalent. Attraktiv sind die Höhlen allemal, aber es gilt in jedem Fall eine Lösung zu finden, die respektvoll mit dem Naturwunder "Höhle" umgeht.

<zurück>