DAS GASKARTELL
2005, 44 Min., DVC-Pro, 4:3
Buch und Regie: Claus Hanischdörfer
Kamera: Nico Wöhrmann
Schnitt: Jacqueline Kott-Riegelmann
Ton: Hermann Oberender, Michael Hofer, Philipp Rest
Sprecher: Michael Holz
Redaktion: Harald Schibrani
Leitung: Kai Henkel

 

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Bisherige Ausstrahlung: SWR, PHOENIX
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INHALT
 Ungeniert scheffeln sie seit Jahren kräftig in die eigenen Taschen, melden Jahr für Jahr neue Rekordgewinne in Milliardenhöhe. Die deutschen Gaslieferanten leben trotz Wirtschaftsflaute im konkurrenzlosen Schlaraffenland. Und die Preise steigen immer weiter. Die Unternehmen rechtfertigen die Tariferhöhungen mit der umstrittenen Ölpreisbindung Doch die Verbraucher wehren sich: In Heilbronn hat ein pensionierter Richter  seinen Gasversorger verklagt. In Paderborn zahlen empörte Gaskunden ihre Rechnungen nach eigenem Ermessen. Über 200.000 Zahlungsverweigerer in der ganzen Republik versuchen den Gas-Goliath zu stürzen.
Der Film zeigt, wie der deutsche Gashandel sein eigenes "Wirtschaftswunder" mit geschickten Verstrickungen und Verträgen am laufen hält und wie sich die Kunden gegen die Abzocke wehren können.

PRODUKTIONSNOTIZEN
Bereits im Sommer 2004 entstand ein Exposé über die Macht der Stromkonzerne. Doch zu dieser Produktion kam es nicht, weil das Thema "Stromabzocke" im Sommer und Herbst 2004 die Schlagzeilen der Medien beherrschte und unser Film dafür zu spät kommen würde. Durch die Klage des Heilbronner Gaskunden, fanden mein Redakteur, Harald Schibrani, und ich einen neuen Ansatzpunkt. So entstand ein Film, der zwar nur die Energieart "Gas" zeigt, aber stellvertretend für die Methoden der Konzerne und den teilweise lächerlichen Zustand des - eigentlich liberalisierten - Energiemarkts zeigt.
Die Schwierigkeiten aus dem spannenden Thema einen funktionierenden Film zu machen, waren zahlreich. Die Gasbranche verweigerte kollektiv meine Interviewanfragen. Außerdem war es schwierig die komplexen Zusammenhänge des Gasmarktes mit ansprechenden Bildern einzufangen.

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