LEBEN IN DER FUSSGÄNGERZONE
2011, 43 Min., XDCam, 16:9
Buch und Regie: Claus Hanischdörfer
Kamera: Axel Frank
Schnitt: Florian Daferner
Ton: Vera Biermann
Sprecher: Moritz Brendel
Redaktion: Dieter Pahlke

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Erstausstrahlung: 08.08.2011 im SWR
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INHALT
Weit über Stuttgart hinaus ist die Schulstraße als "Fressgässle" bekannt. Dabei ist den meisten Menschen, die sich jeden Tag durch die schmale Straße zwängen, gar nicht bewußt, dass ihnen etwas ganz besonderes zu Füßen liegt: Hier wurde nämlich zum ersten Mal in ganz Deutschland eine Straße dauerhaft für Autos gesperrt - seit 1953 dürfen die rund 130 Meter zwischen Marktplatz und Königstraße nur noch Fußgänger passieren.
Seit damals hat sich die Fußgängerzone in ganz Deutschland und Europa etabliert. Was ist aus der Idee geworden?
Der 83 Jahre alte Hans-Dieter Haufler erzählt von den Anfängen der Fußgängerzone. Alexandra Ulmer stellt heute die Wichen für die Vergangenheit: Sie richtet das Schaufenster ihrer Boutique neu ein.
Der Film zeigt den ganz normalen Ausnahmezustand "Fußgängerzone": Massenhaft Menschen, Fast Food, Musikanten und Filialen bekannter Marken prägen das Innenstadtbild - die 130 Meter Schulstraße sind ein Spiegel unseres Alltags: Hier gibt es alles was man braucht: etwas zum Anziehen, zum Reden, zum Essen ... und: ein Bestattungsinstitut kümmert sich um den letzten Gang.

 

PRODUKTIONSNOTIZEN
Die Redaktion von "Landesschau unterwegs" hat sich ein neues Format ausgedacht. "Das erste Mal" behandelt Themen, in denen es um Errungenschaften geht, bei denen man einen Wandel von früher bis heute erkennen kann. Wie hat alles angefangen, wo und wie war das "erste Mal". Als Thema fiel die erste Wahl bei "das erste Mal" auf die Fußgängerzone. Redaktionsleiterin Felicitas Wehnert wollte eine moderne Bild- und Erzählsprache auf diesem Sendeplatz etablieren und bot mir diesen Film an. Anfangs war ich wenig begeistert, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass man einen spannenden oder unterhaltsamen Film über die Schulstraße machen kann. Doch irgendwann packte mich der Ehrgeiz und gemeinsam mit meinem famosen Team mit Axel Frank an der Kamera und Florian Daferner als Cutter gelang ein sehr schöner Film. Man kann nach wie vor darüber diskutieren, ob die "Welt" diesen Film braucht, aber dann müsste man über viele Sendungen im deutschen Fernsehen diskutieren ;-)

Trotz meiner skeptischen Haltung: Dank der Menschen in der Schulstraße, die uns interessante Geschichten aus ihrem Leben erzählten und uns Einblicke in dieses gewährten, ist der Film ein spannendes und unterhaltsames Stück regionale Zeitgeschichte geworden.

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