DER WERKSVERKAUF
Industriearchitektur im Wandel

2003, 35 Min., Betacam-SP, 4:3
Buch und Regie: Claus Hanischdörfer
Kamera: Alex Griesser, Chris Griesemann, Juliane Hohl, u. a.
Schnitt: Steffen Siegel
Produktion: Primavista Film und Fernsehen GmbH

 

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INHALT
Die Schuhfabrik Salamander Kornwestheim wird im Sommer 2001 umgebaut. 100 Jahre alte Fabrikgebäude werden eingerissen, aus Produktionshallen werden Büros. Der Konzern wandelt sich auch äußerlich vom Produktionsbetrieb zum Dienstleistungsunternehmen. Der Film begleitet die Bauarbeiten und die Mitarbeiter fast zwei Jahre. Der Arbeiter im historischen Kesselhaus will es nicht wahrhaben, dass "sein" Gebäude einem modernen Funktionsbau weichen muss. Der Denkmalschützer legt mehrfach die Bauarbeiten lahm, weil Gemäuer historisch wertvoll sind. Doch am Ende, nach vielen Verzögerungen, wird der neue Werksverkauf eröffnet - die Massen stürmen die Schuhhallen.

PRODUKTIONSNOTIZEN
Die Produktionsgeschichte ist spannender als der Film. Ein Katastrophenprojekt, und noch immer unvollendet. Es gibt noch keine Tonmischung und keine Verwendung für den Film - und das nach zwei Jahren Arbeit. Ich habe bei dem Projekt kaum Geld verdient, weil die Produktionsfirma PRIMAVISTA während der Dreharbeiten Konkurs angemeldet hat. Eine Notlösung und der Wunsch der Salamander AG auf Fertigstellung des Filmes ermöglichte eine Rohfassung im Januar 2003. Nach der ersten Abnahme wollten die Verantwortlichen bei Salamander noch ein paar Änderungen (z. B. nicht so viele kritische O-Töne des Denkmalschützers, etc.). Doch bevor die Änderungen hätten umgesetzt werden können, wurden die Hauptprotagonisten des Umbaus bei Salamander entlassen! Jetzt interessiert sich niemand mehr für den Film - ein Alptraum-Projekt ... eine "Projektleiche"...

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